Goethe und der Koran

Gottes ist der Orient!  
Gottes ist der Occident!
Nord- und südliches Gelände
Ruht im Frieden seiner Hände.
JOHANN WOLFGANG VON GOETHE

Texte von Johann Wolfgang von Goethe
Kommentar von Karl-Josef Kuschel
Kalligrafien von Shahid Alam
Verlagsgruppe Patmos der Schwabenverlag AG Ostfildern ISBN 978-3-8436-1246-3
Erschienen im Patmos Verlag, Februar 2021

INHALT

Prolog:

Goethe, der Islam, die Kalligraphie und wir

Die Goethe-Forschungen anwendbar machen * Breites Wissen von Orient und Islam * In Zeiten eines vergifteten Islam-Bildes * Was in diesem Buch geschehen soll? * Goethe und die Kalligraphie * Das kalligraphische Programm des „Divan“ * Die Kalligraphien von Shahid Alam

Erster Teil:

Johann Wolfgang von Goethe

Texte

I. Auszüge aus dem Koran (1772/73)

Sura II * Sura III * Sura IV * V. Sura. Der Tisch * VI. Sura. Das Vieh * X. Sura Jonas * XIII. Sura. Der Donner * XVII. Sura. Die Nachtreise * XX. Sura. Tah * XXIX. Sura. Die Spinne

II. Die „Mahomet“-Tragödie

Die Entwürfe zu einem Stück über den Propheten (1772/73) * Goethes Erläuterungen zu „Mahomet“ in „Dichtung und Wahrheit“ (1814)

III. Gedichte aus dem „West- östlichen Divan“ (1819) mit Islam- und Koran-Bezug

Hegire S. … * Segenspfänder S … * Freysinn S … * Talismane S … * Erschaffen und Beleben S …* Derb und Tüchtig * Selige Sehnsucht * Beyname * Anklage * Fetwa * Der Deutsche dankt * Fetwa * Offenbar Geheimnis * Glaubst du denn * Und wer franzet * Sonst wenn man * Der Prophet spricht * Wofür ich * Närrisch * In tausend Formen * Ob der Koran * Schenke komm * Ich sah, mit Staunen * Vom Himmel steigend * Süsses Kind * Vorschmack * Berechtigte Männer * Auserwählte Frauen * Einlass * Anklang * Begünstigte Tiere * Höheres und Höchstes * Siebenschläfer *

 

IV. Aus dem Prosateil „Besserem Verständniß“ des „West- östlichen Divan“

Einleitung S … * „Mahomet“ S …* „Hafis“ S …* „Chiffer“ S. …* „Künftiger Divan“ S

V. Ankündigungen und Selbstzeugnisse

Entwurf eines Briefes an den Verleger Johann Friedrich von Cotta vom 16. Mai 1815 S ... * Aus den „Tag- und Jahresheften“ zu 1815 S. ... * Ankündigung des „Divan“ im „Morgenblatt für gebildete Stände“ vom 24. Februar 1816 S…. * Aus den Tag- und Jahres-Heften“ zu 1816 S. … * Aus den „Tag- und Jahres-Heften“ zu 1817 S. ... * Aus den „Tag- und Jahres-Heften“ zu 1818 S. …

Zweiter Teil:

Goethe und der Islam

Kommentar

I. Koran-Studien des jungen Goethe

1. Als Jura-Student in Straßburg

Gespräche mit Johann Gottfried Herder

Fingerzeige auf den Koran

2. Die Entdeckung des Koran

Ein Koran von einem Islamhasser

Wie Goethe den Koran übersetzen würde

Goethes Koran-Auszüge

Koranische Schöpfungstheologie

Islam ist Gottvertrauen plus gute Werke

Goethes irenische Koranauswahl

II. Eine Tragödie über Mohammed, den Propheten

1. Im Geist des „Sturm und Drang“

Auf der Suche nach einer eigenen Sprache

Über Götz von Berlichingen und Julius Cäsar

Wider die „Lehre von der Verdammung der Heiden“

Der Islam, „unparteilich“ betrachtet: G. Arnold

Ein Epos über Christus und den „Ewigen Juden“

Die Brisanz des Christus-Ahasver-Narrativs

Warum Mohammed? Gründe-Hintergründe

2. Die Entwürfe zu einem „Mahomet“-Drama

Den einen Schöpfergott erkennen

Die Präsenz Gottes in allen Dingen

Parallelen im Lebensgefühl: „Werther“ und „Ur-Faust“

Der Prophet ist wie ein Strom

Geniale Schöpferkraft und mitreissende Wirkung

Der Prophet als Gestalt der Weltgeschichte

3. Der „Mahomet“- Plan in „Dichtung und Wahrheit“

Aufgewühlte Zeiten: Revolution und Kriege

Goethes erste Begegnung mit Muslimen

Selbsternannte Propheten und ihre Entzauberung

Eine Tragödie und ihre Struktur

Über die Dialektik alles Prophetischen

Der „Fall“ Mohammed im Zwielicht Napoleons

4. Herdes „Ideen“ zu Mohammed und dem Koran

Eine „Philosophie der Geschichte der Menschheit“

Der Weisheit des Schöpfers nachspüren

Das Volk der Araber: „Beförderer der Poesie“

Der Prophet und seine vielen Facetten

Der Koran: „Spiegel seiner Seele“

Herders ambivalentes Mohammed-Bild

 

 

5. Voltaires „Mohammed“-Tragödie

Über „Fanatismus oder: Mahomet, der Prophet“

Typus eines skrupellosen Machtmenschen

Goethe muss „Mahomet“ inszenieren

Grössenwahn: Napoleons Ägypten-Invasion

Kritik der Prophetenverachtung

Napoleon, Goethe und der „Mahomet“

 

III. Der Koran im „West-östlichen Divan“

1. Die Geburt des „Divan“ durch einen „Diwan“

Eine Sternstunde der Weltliteratur

Zwei Dichter in chaotischen Zeiten

Wir, Hafis, fangen es von vornen an“

 

2. Ein „heiteres Bild des Glaubens“ entwerfen

Pfaffensatire – von einem Muslim gedichtet

Ein Trinklied zur Erschaffung des Menschen

Trunkenheit – Wein und Mystik verschwistert

Ohne fromm zu sein, selig sein“

 

3. Unter Ketzerverdacht: Hafis und die Dichter

Im Machtgefüge des Islam

Die Dichter unter Anklage

Poet und Prophet: eine prekäre Paradoxie

 

4. Goethes Bild vom Koran: Größe und Grenzen

Wettstreit um Bibel- und Korankenntnisse

Goethes kritische Würdigung des Koran

Unmut über den „Streit der Schulen und Catheder“

Wider Gottes „Dunkelmänner“

5. Spitzen gegen Orthodoxien auf beiden Seiten

Ob der Koran von Ewigkeit sey“? Ein Trinklied

Evangelienkritik im Geiste Lessings

Wider Kreuz und Vergöttlichung Jesu

Jesus- und Gottesbild auf der Linie des Koran

Der tote Hund und Jesu „gütige Natur“

Goethes zwiespältiges Bild von Mohammed

IV. Goethes „Islam“

1. Geistige Morgenlandfahrten

Verjüngung eines „munteren Greises“

Flucht in die Freiheit: das Gedicht „Hegire“

Patriarchenluft“? Frischluft für Goethe!

Hagar, Ismael und der Islam

Was Juden, Christen und Muslime verbindet

Reisen als Grundmetapher des Lebens

 

2. „Im Frieden seiner Hände“: Die Mitte des„Divan“

Das Gedicht „Freysinn“

Das Gedicht „Gottes ist der Orient“

Nachdenken über eine „Pfauenfeder im Koran“

Das Gedicht „Selige Sehnsucht“

 

3. Goethe und das Paradies des Islam

Die „Sonderbarkeiten“ des Paradieses

Der „ächte Moslem spricht vom Paradiese“

Nur Männer, auch Frauen im Paradies?

Nur Menschen, auch Tiere im Paradies?

Das Gedicht „Siebenschläfer“

 

4. „Im Islam leben und sterben wir alle“?

Ein „dritter Islam“ bei Goethe

Wenn Islam gottergeben heisst“

Eine religionsübergreifende Grundhaltung

Gottergebenheit“ als Krisenresistenz

Was „Islam“ bei Goethe nicht meint

Wider die Vereinnahmung Goethes

Goethe, Lessing und der „Vorsehungsglaube“

Epilog:

Herausforderungen heute

Affinitäten zum Islam: Eine Bilanz

Goethes Interkulturalität: Ein Profil

Ein „Weltfest“ für alle Religionen? Ein Auftrag

Ein Goethe – Hafis – Denkmal in Weimar

Irans Präsident Khatami in Weimar

Den Islam aus versteinerten Ansichten befreien“

Musik und Lyrik heute im Geist des „Divan“

Zeittafel:

Die wichtigsten Daten zu Goethe und Islam

Literatur:

I. Textausgaben

II. Zur Lebens-, Werk- und Forschungsgeschichte

III. Zum Thema Orient/Islam

IV. Zu den „Mahomet“-Tragödien

V. Zum „West-östlichen Divan“

VI. Zur Goethe-Rezeption in muslimischen Publikationen

VII. Thematisch relevante Publikationen des Verfassers

Shahid Alam: Zu den Kalligraphien

Als ob er horchte

ein spannendes Zeugnis der Begegnung von Europa und Asien
eine Studie zu Literatur als Dialog der Kulturen
ein besonderer Blick auf den Lieblingsdichter der Deutschen

Rainer Maria Rilkes Dialog mit Buddha
14 × 22 cm, ca. 192 Seiten Hardcover mit Schutzumschlag und Leseband
mit SW-Fotografien
ca. €22,– [D] /€22,70 [A]
ISBN 978-3-8436-1252- 4

Prolog: Asiatisches in Europa 11

1. Ein ungewöhnliches Paar: Rilke und der Buddha 15
2. Was weiß Rilke vom Buddhismus? 20
3. Die Spur führt zu Rodin nach Paris 43
4. Eine Buddha-Plastik in Meudon 60
5. Die Weltausstellung 1900 in Paris 74
6. Der Buddha von Borobudur 85
7. Rodin –Der Buddha von Meudon 113
8. Nachdenken über das erste »Buddha«-Gedicht (1905) 123
9. Im Widerspruch zur Zeit 131
10. Buddha und Christus: Rilkes Kontrasterfahrung 137
11. Nachdenken über das zweite Buddha-Gedicht 145
12. Wie Rilke von Gott redet 150
13. Nachdenken über das dritte Gedicht: »Buddha in der Glorie« 161
14. Rilkes Buddha – Konsequenzen für heute 172

Epilog:
Das Gleichnis vom Floß 181
Zeittafel 183
Benutzte Literatur 187
Zur Neuausgabe 192
Anmerkungen 194
Personenregister 203
Zum Autor 207

Ein ungeheurer Stoff für einen Schriftsteller

Meisterwerke einer Begegnung von Bibel und Literatur im 20. Jahrhundert

Format ca. 16,3 x 24,5 cm;
ca. 320 Seiten, Halbleinen
ca. € [D] 26,95 / € [A] 27,80
ISBN 978-3-460-08633-3

Inhalt

I. Auferstehung zu einem neuen Leben:
Der Roman „Auferstehung“ von Lew Nikolajewitsch Tolstoi

II. Brudermord:
Kain und Abel: Spiegelungen in der Literatur des 20. Jahrhunderts

III. Mord im Namen Gottes:
Die Tragödie der Judith von Friedrich Hebbel bis Rolf Hochhuth

IV. Wider die Schändung des Sittengesetzes:
Thomas Manns Novelle „Das Gesetz“ (1943)

V. Hiobfiguren in Texten des 20. Jahrhunderts:
Thomas Mann – Joseph Roth – Elie Wiesel

VI. Paulus unter den Juden:
Ein Schauspiel von Franz Werfel

VII. „Die Energie seines Volkes in höchster Vollendung“:
Der Jesus-Roman des Zionisten Max Brod

VIII. Gottsucherin, nicht Sünderin:
Luise Rinsers Maria Magdalena

IX. Wer ist der wahre Verräter?:
Das Judas-Jesus-Drama bei Walter Jens und Amoz Oz.

X. Die Rebellion des Sohnes gegen den Vater:
Die Ahasver-Jesus-Verschwörung bei Stefan Heym

XI. Von „Riverside“ bis „Sunrise“:
Jesus und sein Vater Joseph bei Patrick Roth

Dass wir alle Kinder Abrahams sind …

Helmut Schmidt begegnet Anwar as-Sadat. Ein Religionsgespräch auf dem Nil

Zwei Staatsmänner von Weltrang, Helmut Schmidt und Anwar as-Sadat, treffen sich im Dezember 1977. Der ägyptische Präsident hat eine bedeutende Friedensgeste hinter sich: seine Reise nach Israel und seine Rede vor dem israelischen Parlament; zwei Jahre später wird es zum Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten kommen, der bis heute hält.

1. Auflage 2018
Format 14 x 22 cm
240 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag und Leseband
mit Abbildungen
ISBN: 978-3-8436-1096-4

Dass wir alle Kinder Abrahams sind …

Helmut Schmidt begegnet Anwar as-Sadat. Ein Religionsgespräch auf dem Nil

 

Prolog:

Eine Lehr- und Sternstunde auf dem Nil

I. Helmut Schmidt und der „Deutsche Herbst“ 1977

1. Der RAF-Terror in Deutschland

2. Im moralischen Dilemma: Der Fall Schleyer und die Folgen

3. „Gott helfe uns“: Versäumnis und Schuld, 20. Oktober 1977

4. Ein „erschütternder Besuch“: Auschwitz, 23. November 1977

5. Der „Nato-Doppelbeschluss“ und die Friedensbewegung

6.„Ich bin kein sonderlich religiöser Mensch“

7. Helmut Schmidts „Christentum“

8. Die Entdeckung der ethischen Potentiale der Weltreligionen

9. Zwei lutherische und drei katholische „Ratgeber“


II. Ägyptens Lage unter Anwar as-Sadat

1. Verschwörung und Gefangenschaft: der junge Sadat

2. Sadats Islam: Schöpfungsdankbarkeit und Liebesmystik

3. Vier Kriege gegen Israel: der Präsident zieht die Konsequenzen

4. Die „Brotunruhen“ 1977 – ein prekäres Jahr

5. Der Präsident in der Kritik und das Attentat vom 6. Oktober 1981


III. Sadats Friedensreise nach Israel: November 1977

1. Machtwechsel in Israel: Menachem Begin: 17. Mai 1977

2. Ein Treffen der „Grossen Fünf“ in Jerusalem?

3. Sadat kommt nach Jerusalem: 19. Nov. 1977

4. „Nach Gottes Willen“: Sadat vor der Knesset: 20. Nov. 1977

5. „Nur mit Juden und Christen“: Sadats beziehungsoffener Islam

6. „Kein Separatfrieden“, aber …: Forderungen an Israel

7. Was Sadat Israel politisch anbietet

8. Eine lebensgefährliche Reise in abrahamischem Gottvertrauen

9. Von Jerusalem nach Camp David und Oslo: Brüchiger Frieden

10. Was bleibt an Hoffnung? Jimmy Carters „The Blood of Abraham“


IV. Helmuts Schmidts Reise an den Nil: Dezember 1977

1. Auf Staatsbesuch in Ägypten

2. „Mit Weitblick“ und „persönlichem Mut“: die Tischrede in Kairo

3. Das Besuchsprogramm: Luxor – Assuan – Abu Simbel

4. Das „Sadat-Narrativ“ und seine Funktionen

5. „Und sprachen über Gott…“: Helmut Schmidts „Notizen


V. Das Religionsgespräch auf dem Nil: Bleibende Erkenntnisse

1. Der Sinai – Ursprungsraum des Monotheismus

2. Abraham – Vater des Glaubens für drei Religionen

3. Die „seltsame Geschichte“ von Hagar, der Ägypterin

4. Hagar, Ismael und die Wallfahrt nach Mekka

5. Von Adam bis Moses: Gemeinsame Propheten

6. „Ihr Europäer wisst das alles nicht“: Helmut Schmidt prüft nach

7. Was Rabbis, Priester und Mullahs den Menschen vorenthalten

8. Ein Gegennarrativ von der Geschichte des Islam in Europa

9. Die Bedrohung des Weltfriedens durch Bevölkerungsexplosion

10. Für eine „Erklärung der Menschenpflichten“: Der InterAction Council

11. Unterstützung des „Projektes Weltethos“

12. Ein Pilgerort für Juden, Christen und Muslime: Sadats Plan

13. Ein „religiöser Komplex auf dem Sinai“: Ein Aufruf von

Mohammed Anwar el-Sadat 2018

14. Mord an Friedensstiftern: Anwar as-Sadat und Jitzchak Rabin

15. Jehan Sadat, Leah Rabin: Zwei Frauen kämpfen für den Frieden

16. Frieden: Sadats Pyramide! Henry Kissingers Psychogramm

 

Epilog:

Was Helmut Schmidt Sadat verdankt

„Ich habe ihn geliebt …“

Zwei konträre Weisen des Umgangs mit Religion

Die Weltreligionen als Faktoren einer Weltfriedenspolitik

„Kinder Abrahams“: Ernstnehmen gemeinsamer Wurzeln

Zorn über Religionsvertreter

Lernbereitschaft im Blick auf Koran und Islam

Eine exemplarische Lehr- und Sternstunde

 

 

Karl-Josef Kuschel „That we all are children of Abraham …“
Helmut Schmidt encounters Anwar as-Sadat An interreligious dialogue on River Nile

The author, Dr. Karl-Josef Kuschel, is a well known German scholar, Professor emeritus of the Faculty of Catholic Theology of the University of Tuebingen where he was teaching Theology of Civilization and Interreligious Dialogue 1995–2013. 2012 he was elected to the board of trustees of the »World Ethics Foundation«, founded by the internationally well known Swiss scholar Hans Kueng. 2015 he was elected member of the foundation board of the German publishers‘ and booksellers‘ association »Boersenverein des deutschen Buchhandels« which annually presents the international Peace Award (»Friedenspreis«) at the Frankfurt Book Fair.
Professor Dr. Kuschel is president of the International Hermann Hesse Society. He is author of numerous publications on religion and literature and on interreligious dialogue.

TABLE OF CONTENTS

Prologue
A lesson under the stars: The night on river Nile

I. Helmut Schmidt and the German terrorism of 1977
1. The terrorism of RAF (Red Army Faction) in Germany
2. A moral dilemma: the abduction of Hanns-Martin Schleyer and its consequences
3. »May God help us«: failure and moral dept 20th Oct 1977
4. Visiting Auschwitz, 23rd Nov 1977
5. The NATO double-track decision and the pacifist movement
6. »I am not a very religious man«
7. Helmut Schmidt’s approach to Christianity
8. Discovering the ethical potential of the world religions
9. Two Lutheran and three Catholic »mentors

II. Egypt during the Presidency of Anwar as-Sadat
1. The imprisonment of Sadat in his early years
2. Islam according to Sadat: gratefulness for creation and mysticism of love
3. Consequences after four wars against Israel
4. The »bread riots« of 1977
5. The assassination of the President 6th Oct 1981

III. The peace journey of President Sadat Nov 1977
1. 17th May 1977: A »Likud« prime minister, Menachem Begin
2. The »Big Five« meeting in Jerusalem
3. President Sadat visiting Jerusalem: 19th Nov. 1977
4. President Sadat addressing the Knesset: 20th Nov. 1977
5. Together with Jews and Christians: Sadat: Islam is open for dialogue and relationships
6. Sadat‘ requirements on Israel
7. Sadat’s political offer to Israel
8. Trusting in God like Abraham on a dangerous journey
9. Jerusalem – Camp David – Oslo: A fragile peace
10. Hope that remains? Jimmy Carter’s ›The Blood of Abraham‹

IV. Helmuts Schmidts Journey to Egypt: Dec 1977
1. The German chancellor visiting Egypt
2. Addressing President Sadat in Cairo
3. The programme of the visit: Luxor – Assuan – Abu Simbel
4. The „Sadat-Narrative“
5. »We talked about God«: The Helmut Schmidt notes

V. Talking about God on river Nile: What is to learn?
1. Sinai – source and origin of monotheism
2. Abraham – »father of faith« for three religions
3. The biblical story of Hagar
4. Hagar, Ismael und the pilgrimage to Mekka
5. From Adam to Mose: common prophet
6. »You Europeans don’t know about all that«: Helmut Schmidt’s research
7. What rabbis, priests and muslim authorities do not tell their communities
8. An alternative narration of islamic history in Europe
9. Global demographic explosion: a threat for world peace
10. Towards a »Declaration of Human Duties«: The InterAction Council
11. Supporting the »World Ethics Project«
12. The vision of President Sadat: A shared place of pilgrimage for Jews, Christians and Muslims
13. »For a religious edifice complex«: A Statement of Mohammed Anwar el-Sadat 2018
14. Anwar as-Sadat and Jitzchak Rabin: peace makers murdered
15. Jehan Sadat and Leah Rabin: Two women fighting for peace
16. President Sadat and the psychogramme of Henry Kissinger

Epilogue: What Helmut Schmidt learned by President Sadat »I loved him …«
Two different ways of dealing with religion
World religions and world peace politics
»Children of Abraham«: Living out of shared roots
Being angry about certain religious ministers
Willing to learn more about the Quran and Islam
A lesson under the stars: an exemplary moment

Christmas and the Qur’an

Auch in englischer und italienischer Ausgabe

Im Fluss der Dinge

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Karl-Josef Kuschel
Im Fluss der Dinge
Hermann Hesse und Bertolt Brecht  im Dialog mit Buddha, Laotse und Zen

14 x 22, ca. 712 Seiten mit Abbildungen
Hardcover mit Schutzumschlag  und Leseband
ca. € 55,– [D] / € 56,60 [A]
ISBN 978-3-8436-1042-1

»Auf der ganzen Welt gibt es nichts Weicheres und Schwächeres als das Wasser. Und doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt, kommt nichts ihm gleich« (Taoteking). Hermann Hesse und Bertolt Brecht sind beide weltberühmte deutschsprachige Dichter des 20. Jahrhunderts, und sie verbindet – so verschieden Leben und Werk beider auch sind – das Interesse an der geistigen Welt Indiens, Chinas und Japans. Ein Dialog mit den großen Gestalten aus der Welt Asiens, mit Buddha und Laotse, hat sich in beider Werk Ausdruck verschafft. Und beide beherrschen, auch wenn die Ergebnisse unterschiedlich ausfallen, die besondere Kunst der Anverwandlung des Fremden ins Eigene. Die spannend zu lesende Studie des Tübinger Literatur-experten eröffnet überraschende Einblicke in die Kultur- und Literaturgeschichte des 20. Jahr-hunderts. Und sie stellt die Asien-Rezeption beider Stimmen deutscher Weltliteratur vor als eine Lerngeschichte in der Begegnung von Religionen und Kulturen mit Erkenntnisgewinn für heute. Eine Entdeckung, wie Literatur sich als »Lebenskunst« versteht, mitten im »Fluss der Dinge«.

Worum es geht

Teil A. »Näher bei Laotse als bei Buddha« Hermann Hesses Suche nach einem eigenen Weg zwischen Christentum, Buddhismus und Taoismus
Prolog I: Erinnerungen an ein Leben mit Indien, China und Japan

I. Im Bücherreich des »Zauberers«
II. »Sehnsüchtige Blicke nach Osten«: »Asien« in Europa um 1900
III. Selbstversuche im Geiste Buddhas und der »Wüstenväter«
IV. Buddha und die Suche nach dem eigenen Weg
V. Die Asien-Reise: Karambolage mit der Wirklichkeit
VI. Die große Krise: der Krieg und die Folgen
VII. Eine Buddha-Dichtung zur Befreiung vom Buddhismus
VIII. Die Entdeckung des Taoismus
IX. Überleben in chaotischer Zeit: Laotse und das »Taoteking«
X. Späte Liebe: Zen – eine Verbindung von Indien und China

Teil B: Kunst als Beitrag zur Lebenskunst Laotse und Buddha – Modellfiguren des Verhaltens: Bertolt Brecht
Prolog II: Chinas und Japans Spuren deuten: Ein Gang durch Brechts letzte Wohnung

I. Brecht und die Wende zum Marxismus
II. Was man von Asiens Kunst und Künstlern lernen kann
III. Schreiben in rastloser Bewegung: Die Svendborger Polyphonie
IV. Brecht und der Buddhismus
V. Ein »Gleichnis vom brennenden Haus«: Das große Buddha-Gedicht
VI. Brecht und der Taoismus
VII. »Das Harte unterliegt«: Das große Laotse-Gedicht
VIII. »Laotse«, Benjamin und die deutsche Emigration
IX. »Buddha« und »Laotse« in den »Kalendergeschichten« (1949)

Epilog: »Was ist das mit dem Wasser?« Hesse und Brecht im Vergleich

Die Bibel im Koran

Grundlagenwerk
Zu Christentum  und Islam

die-bibel-im-koran_a4-1

Karl-Josef Kuschel
Die Bibel im Koran
Grundlagen für das interreligiöse Gespräch

ca. 608 Seiten
Hardcover mit Leseband
ca. € 48,– [D]
ISBN 978-3-8436-0726-1

Eine wissenschaftliche und persönliche Summe: Karl-Josef Kuschel fasst in diesem Band seine Jahrzehnte währenden Studien zum Thema Bibel und Koran zusammen: neu bearbeitet und vor allem um die Erträge der neuesten Forschungen zum Koranverständnis erweitert.  Gründliches Basiswissen ist Voraussetzung für eine Kultur des Austausches zwischen Juden, Christen und Muslimen, die auf wechselseitigem Respekt gründet und Vertrauen wachsen lässt.  Zu diesem Ziel, vom konfrontativen hin zu einem vernetzten Denken zu finden, ist das Buch des engagierten Gelehrten selbst ein wichtiger Beitrag.

Inhalt

Prolog
„Wir Kinder Abrahams“:
Helmut Schmidt trifft Anwar as-Sadat:
10 Erkenntnisse im Interesse des Dialogs der Religionen

Erster Teil
Wie den Koran im Gegenüber zur Bibel verstehen?
Erfahrungen eines Christenmenschen

1. Warum Christen sich mit dem Koran schwertun
2. Der Koran als Hör-Erlebnis
3. Konsequenzen für den Umgang mit dem Koran
4. Mekka: Ein neuer Glaube kämpft um seine Durchsetzung
5. Medina: Ein Glaube wird eine neue Religion
6. Mekka, Jerusalem  und zurück: Überbrückte Welten

Zweiter Teil
Adam: Gottes Risiko Mensch

I. Adam und die Schöpfung: Biblische Bilder
II. Adam und die Schöpfung: Koranische Bilder

Dritter Teil
Noach: Untergang und Neuanfang

I.  Vernichtung und ein Bund mit der Schöpfung: Noach in der Bibel
II. Gerichtswarnung und eine neue Glaubensgemeinschaft: Noach im Koran

Vierter Teil
Moses – der „ewige Konflikt“: Gottesmacht gegen Menschenmacht

I.  Exodus und Sinai: der Moses der Bibel
II. Mit dem Gott gesprochen hat: der Moses des Koran

Fünfter Teil
Joseph und seine Brüder: Entfeindungsgeschichten in Bibel und Koran

I.  Eine Segensgeschichte trotz allem: der Joseph der Bibel
II. Ein Zeichen für die, die fragen: der Joseph des Koran

Sechster  Teil
Maria und Jesus: Gottes Zeichen für alle Welt

I.  Johannes – ein Prophet
II.  Maria – Gottes Erwählte
III. Jesus:  Gottes Gesandter – Marias Sohn